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Thursday, September 06, 2007
Exclusive interview with Karl Bartos (in German)



Nicolas LeBlanc
NewOrderOnline.com
London, UK
KB#1 - 'Gibt man Geräuschen eine Bedeutung, wird Klang zu Kommunikation.

Interview mit Karl Bartos, 23. und 24. August 2007

Während des Hörens von Electronics 'Raise The Pressure' kam mir der Gedanke, dass, wenn es einen Menschen gäbe, der im Stande sein wäre, Licht auf so viele Aspekte der modernen Musik, besonders elektronisch und multimedia zu werfen, würde es der legendäre Karl Bartos sein: Gast-Mitglied von 'Electronic', klassisch ausgebildeter Schlagzeuger, Tastatur-Spieler, Gitarrenspieler, Komponist, Solokünstler, Hochschullehrer und ehemaliges Mitglied einer anderen sehr berühmten, innovativen Band.

Weil ich nicht 'beauftragt' werde, um Leute für NOOL zu interviewen - Nic gibt mir die Freiheit, auf eigene Initiative tätig zu werden-, erhalte ich die Gelegenheit, Leute und Bands zu interviewen, die ich mag, ebenso wie einige Helden. Es ist eine wirklich coole Art des Arbeitens, vielleicht 'Factory-mäßig' manchmal, aber die Leute sind sehr nett und bislang immer für uns geduldig gewesen.

Ich fragte mich, ob ich mich dieses Mal dafür entschieden hatte, mich jemandem zu nähern, der ein zu großer Star war, und dass die Antwort auf meine Anfrage sein würde, 'Schade, er ist zu beschäftigt.' Das war nicht der Fall. Während zwei entspannter Nachmittage war er gut genug, um seine Zeit zur Verfügung zu stellen.

Ich hatte das wirkliche Vergnügen des Plauderns mit einem der am meisten authentischen, interessanten und offenen Leute, die ich interviewt habe. Ja, es war wirklich ein Gespräch. Er ist auch ganz schön klug. Von Anfang an hat er mich verstanden …

NOOL: Hallo Karl, willkommen bei NewOrderOnline. Vielen Dank das du mit uns sprichts.

Karl Bartos: Hi. Frage Mich bitte nicht wie die Zusammenarbeit mit Bernard Sumner war. Du weisst die Antwort dazu wäre: gut. Das Chris ist zu langweilig.

NOOL: (Ich lache) OK Wahrend des letzten Jahres habe ich deine MySpace-Seite regelmäßig besucht. Die Musik dort ist sehr individuell. Wie hast Du dich zuerst dafür entschieden Musiker zu werden? Deine Arbeit variert seht. Was sind so Deine musikalischen Einflüsse gewesen?

Karl Bartos: Als Kind hörte ich die Schallplatten meiner Schwester. Sie war mit einem Englischen Soldat verliebt und er kaufte immer die neusten Beatles und Rolling Stones Platten. Das war als ich 12 oder so war. Das war es. Ich war von diesem Sound fasziniert. Der Sound war neu, aber es war als ob er schon lange in mir war. Der Sound sprach aus was ich fühlte, aber nicht in Worte fassen konnte. Diese wilde und freie Musik brachte eine Neue Ordnung in Mein Leben. Sie gab mir eine Richtung, Ich wollte Musik machen. Die Musik war in den 1960er Jahren wirklich, wirklich gut, und es hatte vollkommenen Sinn für einen Nachkriegsjugendlichen innerhalb dieses sehr koservativem Land das zu wollen.

NOOL: Die Popmusik der 1960er Jahre war hauptsächlich Jahren gitarrenorientiert. Wolltest du, wie viele Jugendliche auch ein Gitarrenspieler werden? Was bewegte Dich zu den mehr synthetischen Tönen?

Karl Bartos: Erstens das hat sich nicht sehr geändert. Ich intressiere mich nicht so sehr wo der Sound herkommt. Es kann durch das Ambiente, eine Stimme, eine Gitarre, ein Klavier oder einen Synthesise produziet werden. Es ist mehr eine Frage das es Bedeutung und Qualitaet hat. Als ich jung war hat mich das garnicht intressiert. Ich nahm die Gitarre meiner Schwester und habe einfach versucht zu spielen. Dann natürlich kamen die ersten Bands in der Schule. Ich probierte auch die Trommeln und die Orgel. Ich dachte Gitarre speilen und zu singen ist der best job ueberhaupt. Wir spielten Zeug von den Beatles, Elvis (Presley), Ray Charles, Chuck Berry, Motown, The Kinks, Small Faces usw. Das war toll. Wir taten es nicht für das Geld. Es war für die Musik, Freunde, Mädchen und der Applaus des Publikums. Also, ich konnte das damals nicht ausdrücken, aber ich wollte auf der Bühne sein den Sound erzeugen und nicht nur zur Musik tanzen und sie kaufen. Sorry, um auf Deine Frage zurückzukommen: Es war nicht eine Sinus-Welle in Sicht!

NOOL: Was dachte Deine Familie über Deine musikalischen Ambitionen zu jener Zeit? Wie kam es dazu das Musik nur zum Spaß zu einem Vollzeitjob wurder?

Karl Bartos: Meine Eltern mochten meine Version von meiner Zukunft ueberhapt nicht und ich musste mein Zuhause verlassen. Ich weiss nicht woher ich die Kraft nahm aber ich wusste das (Musik) mein Lebensweg war. So verliess ich mein Zuhause und mietete eine kleine Dachbodenwohnung. Ich nahm privten Musikunterricht bei einem professionellen Trommeller. Geld verdiente ich indem ich an Wochenenden in einer Showband spielte. Das war mein Leben bis ich 18 war. Wir machten gutes Geld mit der Band. Aber in dieser Zeit wurde ich Fan von Jazzmusik von Miles Davis, John Coltrain,Charlie Parker, Chick Corea, Keith Jarret, Garry Burton usw. Zur gleichen Zeit auch, Jimmy Hendrix und Frank Zappa, Santana und so weiter. 1970 fing ich dann mein Musikstudium am Robert Schumann Konservatorium in Düsseldorf an. Nach einem Semester wurde ich in die Deutsche Oper am Rhein eingeführt und spielte sehr viel in dem Orchester. Grundsätzlich 24 Stunden pro Tag Musik. Was für ein Leben! Ich wollte, war ein klassischer Perkussionist in einem Orchester zu sein und vielleicht ein Professor für Schlaginstrumente an einer Hochschule für Musik. Beinahe wurde es so ….

NOOL: Das sind ja ziemlich coole Einflüsse. Hast Du jemals dran gedacht, ein Jazz-Album aufzunehmen? Wer, würdest Du sagen, ist Dein großer Held als Schlagzeuger?

Karl Bartos: Ha ha … 'Schlagzeug-Held' ...? In der 'Popmusik'-Musik ist es Ringo Starr. In der klassischen Musik wahrscheinlich Komponisten wie Carlos Chaves, Edgar Varèse, Igor Stravinsky, Béla Bartók, um einige Namen zu nennen. Aber wenn Du J.S Bach zuhörst, z.b. Die Brandenburgischen Konzerte, findet man ebenso erstaunliche off-Beats.

NOOL: Du bist jetzt seit langer Zeit ein Musik-.Pionier. Wolf (Wolfgang Flür, Freund und Ex-Band-Mitglied) spricht in seinem Buch sehr viel über Sie. 'Ich war ein Roboter'. Hast Du es gelesen? Wie fühlst Du dich, wenn Du an Deine Zeit mit Kraftwerk denkst und wie fühltest Du dich, als Du die Band verließt?

Karl Bartos: Ja, ich habe sein Buch gelesen. Das ist sehr persönlich. Es ist Wolfgangs Perspektive, nicht meine. Wenn Du über meine ehemalige Band etwas erfahren möchtest, solltest Du dir die Musik anhören. Es ist alles dort.

NOOL: Die Antwort ist fair. Wie machst Du Dich Deiner Soloarbeit? Du produzierst Deine eigene Arbeit im Studio. Ist es schwierig, darüber objektiv zu sein?

Karl Bartos: Alles, was ich erlebe, geht in meine Musik. Ich kann echt nicht mein Leben von meiner Arbeit trennen. Ich denke oft in Musiktöne. Und da ich an der Berliner Hochschule der Künste unterrichte, bin ich genau da, wo ich sein wollte, als ich anfing. Es ist das Geheimnis der Musik. Ich fühle mein Leben ist dazu bestimmt.

NOOL: Du benutzt ziemlich viele vokale Effekte in Songs wie 'The Young Urban Professional' oder wie 'Electronic Apeman' fallen einem da spontan ein. Du hast eine großartige Stimme. Jederder der‚Life‘ zuhört würd da zustimmen. Ziehst du es vor Effekte zu benutzen?

Karl Bartos: Eine Maschine singt mit einer besonderen Qualität. Niemand singt da wirklich. Die Technologie singt und so kann ich eine andere Perspktive zu meinen Texten bringen. Andererseits singe ich mit meiner eigenen Stimme, wenn ich meine Gefühle oder Empfinden ausdrücken möchte. Vielleicht ärgert es manche wenn ich die synthetische Stimme zu oft benutze. Ich weiß, dass Kommunikation (COMMUNICATION) nicht die richtige Balance zwischen menschlicher und synthetischer Stimme hat. Die Songs mit Roboterstimme waren besser und einige Songs mit der menschlichen Stimme wurden weggeworfen. Naja, Leute sagen meine Stimme klingt etwas wie Bernard (Sumner). Ich weiß nicht. Es ist ist meine Stimme. Ich habe keine andere. Aber wie bei ihm, liegt mir das Singen auch nicht im Blut. Es ist schwere Arbeit das zu übermittlen was ich will.

NOOL: Gerade da wir von Bernard sprechen. Was war der erste New Order Song den du gehört hast und hast du Reagiert?
Blue Monday - auf einer Tanzfläche in Paris. Das war toll. Eine vollkommene Mischung von Sachen, die ich mochte. Das ist noch heute ein großer Titel – ein Klassiker.

NOOL: Gibt es ausser 'Blue Monday' irgendwelche andere New Order Titel, die du besonders magst?
Regret, World und Crystal mochte ich schon immer. Aber mit New Order ist es doch eigentlich keine Frage von Singles, oder ...?

NOOL: Steve Morris sagte einmal, das er eine Schlagzeugmaschine sein wollte. Er ist für seine Programmierung und Fähigkeit, ein konventionelles Schlagzeug neben Sequenzern und Drum Maschinen zu spielen weithin bekannt. Was hältst Du von diesem Stil? Verwendest Du lieber Drum Machines oder konventionelles Schlagzeug?

Karl Bartos: Ich meine ein Mensch sollte wie ein Mensch spielen. Warum eifert er einer Maschine nach. Das ist mir fremd. Ein Maschinentakt hat diese strenge Eleganz und das mag ich. Andy Warhol sagte, dass er ein Roboter sein wollte. Das war eine gute Schlagzeile in den 70er Jahren. Ich meine, Heute sind Leute viel mehr sich der Technologie bewusst. Ich spiele Klavier und Gitarre, aber mein Hauptinstrument bleibt der Computer. Klang im virtuellen Raum ist die Zukunft. Das ist klar. In der Kunst und Wissenschaft ist die Regel, dass, wenn man neuen Grund betreten möchte, dann muss man eine neue, andere Perspektive haben.

NOOL: Das ist ein guter Punkt. Denkst Du, dass die Mitglieder von New Order noch neuen Grund betreten? Zum Beispiel, die neue Band von Peter Hook,'Freebass' verwendet drei Bassgitarren sowohl Live wie auch im Studio.

Karl Bartos: Ich kann es Dir nicht beantworten. Ich habe es noch nicht gehört. Freebass? Drei Bass-Gitarren? Das erinnert mich an die Wall of Sound-Periode von Phil Spector. Peter ist großartig, egal was er macht, macht er mit Stil.

NOOL: Ich bin sicher, dass er sehr geschmeichelt werde, wenn er das hören würde. Ich werde Dich nicht fragen, wie die Zusammenarbeit mit Bernard und Johnny Marr war, sondern wie sie Dich gefragt haben, ‚Raise The Pressure‘ mit Ihnen zu machen. Was waren Deine ersten Gedanken?

Karl Bartos: Bernard schickte mir ein Fax. Er wollte, dass ich elektronische Trommeln der Produktion breitrage. In 1994 war ich für die Zusammenarbeit oder jedenfalls für Gespräche frei und und dachte, dass ich, das versuchen sollte. Also, Bernard und Johnny kamen nach Düsseldorf, und wir kamen sehr gut von der erste Minute an klar. Johnny war noch ein kompletter Fremder für mich, aber er war ganz da. Ich habe ihn gut kennengelernt und informirte mich über ihn später.

NOOL: Do you ever listen to that album now? What was your favourite track to work on as a percussionist?

NOOL: Hörst Du dir das Album jetzt überhaupt noch an? An welchen Lied hast du am liebsten gearbeitet?

Karl Bartos: Ja, ich habe es in meinem Auto. Mir sind die Trommeln zimlich egal. Das Lied ist wichtig, nicht die Erstehung und nicht die Arbeit an einem besonderen Instrument. Ich bin kein Muso.

NOOL: Würdest Du wieder mit Bernard und Johnny zu arbeiten, wenn sie dich Fragen würden?

Karl Bartos: Oh ja, natürlich, ich vermisse sie sehr. Wir haben den gleichen Humor und das ist sehr selten. Wir treffen uns ab und zu bei Konzerten und es ist immer ein großes Vergnügen.

NOOL: Wie oft gehst Du zu Konzerten, und was ist Dein nächstes Projekt?

Karl Bartos: Nicht sehr oft. Ich gehe zu vielen klassischen Konzeten, aber weniger zu Rock-Events. Das nächste Projekt ist ein Filmsoundtrack. Nächstes Jahr werden wir einen Livesoundtrack machen. Mehr kann ich darüber nicht sagen.

NOOL: Es hört sich nach einem sehr interessanten Projekt an, aber wenn Du nicht drüber reden kannst, ist OK. Wirst Du in nächster Zeit Konzerte geben? Macht Dir livespielen noch Spass?

Karl Bartos: Ja, mache ich! Einen bestimmten Zeitpunkt und Ort mit Leuten zu Teilen, macht jedes Konzert einmalig. Das bedeutet mir viel, weil es uns erinnert, dass alles, egal wie kostbar, vergeht. Wenn man alles selber organisiert ist es ein sehr zeitintensives Geschäft. Es war nicht leicht für eine gute Konzertagentur zu finden. Wir sind jetzt echt unabhängig: Studio, Plattenfirma, Vertrieb, Konzertagentur - alles. Um neues Material zu präsentieren, mussten wir das 'Live-'-Geschäft für diesen Sommer schließen. Im November gehen wir wider auf Tour. Es macht mir viel Spaß, und ich bin ein grosser Fan von dieser so genannte "visuellen Musik", d. h. das zusammenkommen des Bildes und des Tons.

NOOL: Deine Konzerte ähneln sehr einen Film zu gucken, bei dem die Schöpfer den Soundtrack live spielen. Würdest Du gerne sehen, wenn andere Musiker ähnlich experimentieren würden?

Karl Bartos: Es gab schon immer Künstler, die mit Bild und Ton experimentieren. Elektronisch erzeugte Bild- und Klangräume treten überall auf. Ob in der Mediakunst, Designpraxis, akustische Konzeption, Pop und Clubbing, Tonkunst oder in den sich zunehmend verwischenden Grenzen zwischen diesen Disziplinen. Es ist ein Trend der von Musik-Clips und synchronisiertes VJ-ing bis zu verschiedenen interaktiven Formen wie Internetvideos, reicht. So geht es weiter.

NOOL: Gibt es irgendetwas, dass Du gern hinzufügen, oder den Mitgliedern von NewOrderOnline sagen möchtest?

Karl Bartos: Den Mitgliedern von NewOrderOnline?
So werden wir hoffentlich können wir das elektronische Gespräch beginnen, und dieses Forum wird eine einziartige Plattform für eine ganz besondere Gemeinschaft sein."
"Gibt man Geräuschen eine Bedeutung, wird Klang zu Kommunikation."
Hiemit bedanke ich mich bei Karl für seine Zeit und zweier wirklich interessanter Nachmittage. Er war großzügig wie immer, indem er sagte, es habe ihm Vergnügen gemacht und er NewOrderOnline die besten Wünsche auf dem Weg gab. Er hat gerade seine neue Website www.karlbartos.com wiedereröffnet, wo ihr euch in verschiedene Aspekte seiner Multimediaarbeit vertiefen und im Forum darüber diskutieren könnt. Die Videoausschnitte besonders sind ein wirkliches Vergnügen. Besucht es. Wenn euch etwas gefällt, was ihr siehst und hört, dann folgt Karl’s Rat: Kommuniziert.

Dank:

Karl Bartos - für seine Zeit und das Interview
Norbert Dewender und Ronald Kirsch - für die deutsche Übersetzung
Sam Chapman, Al Ferrier - für Input und Rat

Links:

http://www.karlbartos.com/
http://www.myspace.com/karlbartos
http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Bartos


Thanks to Chrish Nash and Karl Bartos for the submission and informations
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